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LEBEN IN KOREAGepostet von Alex 🇳🇱 Netherlands · vor 1 Monat
Wie ist es wirklich, als queere Person in Korea zu studieren?
ich will keine Grundsatzdiskussion, nur praktische Erfahrungen. hält man das an der Schule eher für sich?
wie war es mit den Mitschülern und den Lehrkräften· Aus dem Englisch übersetzt
wie war es mit den Mitschülern und den Lehrkräften· Aus dem Englisch übersetzt
9 Kommentare
OFFIZIELLE ANTWORT
EvanALLO TEAM
English Desk · Seoul
Praktische Antwort, ohne Meinungsbeitrag.
Im Alltag ist Seoul sicher und unaufgeregt. Gewalt und Belästigung sind selten, und die Sicherheit auf der Straße ist in Korea insgesamt hoch. Niemand wird ein Problem damit haben, dass es dich gibt.
Anders als in den Niederlanden ist nicht die Gefahr, sondern die Sichtbarkeit und die Offenheit. Korea hat kein Antidiskriminierungsgesetz, das die sexuelle Orientierung einschließt, gleichgeschlechtliche Ehen werden nicht anerkannt, und öffentlich wird zurückhaltender darüber gesprochen. Viele koreanische LGBT-Personen sind auf der Arbeit oder in der Familie nicht geoutet. Diese soziale Norm prägt die Atmosphäre stärker als irgendein Risiko für dich.
An der Schule selbst berichten die meisten, dass es schlicht kein Thema ist. Die Sprachkurse sind international, die Mitschülerinnen und Mitschüler sind eher jung und viel herumgekommen, und die Stimmung ist entspannt. Manche sind gegenüber der Klasse vollständig offen, andere halten es privat — meist weniger aus Angst, sondern weil man in einem Koreanischkurs für Anfänger ohnehin nicht über sein Privatleben spricht. Die Lehrkräfte sind professionell, und es kommt gar nicht erst zur Sprache.
Unangenehm werden kann es bei einer älteren oder konservativeren Gastfamilie oder einem älteren Vermieter, und bei der selbstverständlichen Annahme von Heterosexualität im Smalltalk. Beides ist nicht gefährlich, nur gelegentlich anstrengend.
Was es gibt:
- Homo Hill in Itaewon ist die etablierte Szene; in Jongno gibt es eine ältere und koreanischere.
- Das Seoul Queer Culture Festival findet jedes Jahr statt und ist groß.
- Gruppen für ausländische Bewohner und internationale LGBT-Gruppen organisieren regelmäßig Treffen und sind über Facebook, Meetup und Discord leicht zu finden.
- An mehreren Universitäten gibt es queere Studierendengruppen, die allerdings oft wenig sichtbar sind.
Was Leute in deiner Situation hinterher am häufigsten sagen: sozial war es leichter als erwartet und kulturell verschlossener als erwartet, und das ist kein Widerspruch. Du wirst zurechtkommen, und du wirst den Unterschied merken.· Aus dem Englisch übersetzt
Im Alltag ist Seoul sicher und unaufgeregt. Gewalt und Belästigung sind selten, und die Sicherheit auf der Straße ist in Korea insgesamt hoch. Niemand wird ein Problem damit haben, dass es dich gibt.
Anders als in den Niederlanden ist nicht die Gefahr, sondern die Sichtbarkeit und die Offenheit. Korea hat kein Antidiskriminierungsgesetz, das die sexuelle Orientierung einschließt, gleichgeschlechtliche Ehen werden nicht anerkannt, und öffentlich wird zurückhaltender darüber gesprochen. Viele koreanische LGBT-Personen sind auf der Arbeit oder in der Familie nicht geoutet. Diese soziale Norm prägt die Atmosphäre stärker als irgendein Risiko für dich.
An der Schule selbst berichten die meisten, dass es schlicht kein Thema ist. Die Sprachkurse sind international, die Mitschülerinnen und Mitschüler sind eher jung und viel herumgekommen, und die Stimmung ist entspannt. Manche sind gegenüber der Klasse vollständig offen, andere halten es privat — meist weniger aus Angst, sondern weil man in einem Koreanischkurs für Anfänger ohnehin nicht über sein Privatleben spricht. Die Lehrkräfte sind professionell, und es kommt gar nicht erst zur Sprache.
Unangenehm werden kann es bei einer älteren oder konservativeren Gastfamilie oder einem älteren Vermieter, und bei der selbstverständlichen Annahme von Heterosexualität im Smalltalk. Beides ist nicht gefährlich, nur gelegentlich anstrengend.
Was es gibt:
- Homo Hill in Itaewon ist die etablierte Szene; in Jongno gibt es eine ältere und koreanischere.
- Das Seoul Queer Culture Festival findet jedes Jahr statt und ist groß.
- Gruppen für ausländische Bewohner und internationale LGBT-Gruppen organisieren regelmäßig Treffen und sind über Facebook, Meetup und Discord leicht zu finden.
- An mehreren Universitäten gibt es queere Studierendengruppen, die allerdings oft wenig sichtbar sind.
Was Leute in deiner Situation hinterher am häufigsten sagen: sozial war es leichter als erwartet und kulturell verschlossener als erwartet, und das ist kein Widerspruch. Du wirst zurechtkommen, und du wirst den Unterschied merken.· Aus dem Englisch übersetzt
War das hilfreich?Aktualisiert vor 1 Monat
9 Kommentare
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Auch angemeldet kannst du anonym posten.Anonym-7050 · vor 1 Monat
queer, ein jahr in seoul gewesen. völlig unproblematisch. in meinem kurs wussten es alle, hat niemanden interessiert. der unterschied ist keine feindseligkeit, sondern dass meine koreanischen freunde viel privater damit umgegangen sind als niederländische es getan hätten· Aus dem Englisch übersetzt
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Curious-Mango-8195 🇳🇱 Netherlands · vor 1 Monat
genau diesen unterschied wollte ich verstehen. danke· Aus dem Englisch übersetzt
9
Anonym-8164 · vor 1 Monat
"sozial einfacher, kulturell versteckter" trifft es echt gut· Aus dem Englisch übersetzt
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winter_unprepared 🇩🇪 Germany · vor 1 Monat
die klassen an sprachschulen sind international und jung. im unterricht war das nach meiner erfahrung echt kein thema. die gesellschaft insgesamt ist eine andere diskussion· Aus dem Englisch übersetzt
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Anonym-1686 · vor 1 Monat
genauso. in meiner klasse waren leute aus 9 ländern, keiner hat mit der wimper gezuckt· Aus dem Englisch übersetzt
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Quiet-Puffin-8519 🇰🇷 Korea · vor 1 Monat
koreaner, schwul, vor meiner familie nicht geoutet. gefährlich ist es hier nicht, es ist einfach still. ausländer haben generell mehr spielraum als wir, was für sich schon seltsam ist· Aus dem Englisch übersetzt
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Anonym-6679 · vor 1 Monat
die meetup- und discord-gruppen für queere ausländer in seoul sind aktiv und offen. da hab ich am schnellsten leute gefunden· Aus dem Englisch übersetzt
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Anonym-5317 · vor 1 Monat
und das seoul queer culture festival, das ist groß und lohnt sich· Aus dem Englisch übersetzt
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Anonym-3596 · vor 1 Monat
eine sache: bei älteren vermietern oder homestays wär ich etwas vorsichtig. nicht gefährlich, nur potenziell unangenehm. ein normales 원룸 umgeht die frage komplett· Aus dem Englisch übersetzt
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