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LEBEN IN KOREAGepostet von Lucas 🇫🇷 France · vor 3 Wochen
Was hat euch im ersten Monat am meisten überrascht?
nicht das touristenzeug. die kleinen alltagsdinge, die in keinem reiseführer stehen.
was musstet ihr euch abgewöhnen oder woran musstet ihr euch gewöhnen· Aus dem Englisch übersetzt
was musstet ihr euch abgewöhnen oder woran musstet ihr euch gewöhnen· Aus dem Englisch übersetzt
11 Kommentare
OFFIZIELLE ANTWORT
MinjiALLO TEAM
Korea-Insidertipps · Seoul
Das, was Studierende tatsächlich erzählen — nicht die Liste aus dem Reiseführer.
Was die Leute positiv überrascht:
1. Wie sicher es ist. Den Laptop auf dem Cafétisch liegen zu lassen, während man auf die Toilette geht, ist normal. Um drei Uhr nachts nach Hause zu laufen, ist unspektakulär. Man braucht etwa einen Monat, um es zu glauben, und danach will man es nicht mehr hergeben.
2. Lieferdienste. Alles, überall, schnell, bis zur Parkbank oder ans Flussufer. Manche Läden liefern auf echtem Geschirr, das man hinterher vor die Tür stellt.
3. Der Nahverkehr. Sauber, pünktlich, günstig, mit Empfang im Tunnel. Die T-money-Karte funktioniert in Bus, U-Bahn, Taxi und im Convenience Store.
4. Cafés als Arbeitsplatz. Niemand drängt dich nach vier Stunden mit einem Americano hinaus.
5. Wie gut und wie günstig ganz normale Arztbesuche sind.
Woran man sich gewöhnen muss:
1. Das Alter bestimmt den Ton jedes Gesprächs, deshalb wirst du sofort danach gefragt. Das ist keine Neugier, das ist Grammatik.
2. Direktheit beim Aussehen. Bemerkungen über Gewicht, Haut oder Müdigkeit sind üblich und nicht als Beleidigung gemeint. Das ist der Punkt, der Leuten aus Kulturen, in denen so etwas tabu ist, am meisten zusetzt.
3. Gruppe vor Individuum im sozialen Miteinander. Man bestellt für den Tisch, teilt die Gerichte, geht gemeinsam. Allein essen wird immer normaler, aber gemeinsame Mahlzeiten haben einen Rhythmus, den man erst lernen muss.
4. Die Trinkkultur, falls du damit zu tun bekommst. Für andere einschenken, mit zwei Händen, sich nie selbst nachschenken. Ablehnen ist leichter, als viele befürchten — „못 마셔요“ (mot masyeoyo, ich vertrage keinen Alkohol) wird akzeptiert —, aber in manchen Runden ist der Druck real.
5. Die Bürokratie läuft auf Papier und in Person, in einem Land, das sonst extrem digital ist. Dieser Widerspruch hört nie auf, seltsam zu sein.
6. Das Tempo. Schnell, und Ungeduld wird offen gezeigt. 빨리빨리 (ppalli ppalli, schnell schnell) gibt es wirklich.
7. Die Mülltrennung. Ehrlich kompliziert, und du wirst es einen Monat lang falsch machen. Essensreste kommen extra, die Müllsäcke sind je nach Stadtbezirk andere, und deine Nachbarn merken es.
Und das, womit niemand rechnet: wie viel Energie der erste Monat kostet. Nicht die Sprache — die ständige kleine Anstrengung, nicht zu wissen, wie irgendetwas funktioniert. Das lässt nach, und um Woche sechs herum merkst du es nicht mehr.· Aus dem Englisch übersetzt
Was die Leute positiv überrascht:
1. Wie sicher es ist. Den Laptop auf dem Cafétisch liegen zu lassen, während man auf die Toilette geht, ist normal. Um drei Uhr nachts nach Hause zu laufen, ist unspektakulär. Man braucht etwa einen Monat, um es zu glauben, und danach will man es nicht mehr hergeben.
2. Lieferdienste. Alles, überall, schnell, bis zur Parkbank oder ans Flussufer. Manche Läden liefern auf echtem Geschirr, das man hinterher vor die Tür stellt.
3. Der Nahverkehr. Sauber, pünktlich, günstig, mit Empfang im Tunnel. Die T-money-Karte funktioniert in Bus, U-Bahn, Taxi und im Convenience Store.
4. Cafés als Arbeitsplatz. Niemand drängt dich nach vier Stunden mit einem Americano hinaus.
5. Wie gut und wie günstig ganz normale Arztbesuche sind.
Woran man sich gewöhnen muss:
1. Das Alter bestimmt den Ton jedes Gesprächs, deshalb wirst du sofort danach gefragt. Das ist keine Neugier, das ist Grammatik.
2. Direktheit beim Aussehen. Bemerkungen über Gewicht, Haut oder Müdigkeit sind üblich und nicht als Beleidigung gemeint. Das ist der Punkt, der Leuten aus Kulturen, in denen so etwas tabu ist, am meisten zusetzt.
3. Gruppe vor Individuum im sozialen Miteinander. Man bestellt für den Tisch, teilt die Gerichte, geht gemeinsam. Allein essen wird immer normaler, aber gemeinsame Mahlzeiten haben einen Rhythmus, den man erst lernen muss.
4. Die Trinkkultur, falls du damit zu tun bekommst. Für andere einschenken, mit zwei Händen, sich nie selbst nachschenken. Ablehnen ist leichter, als viele befürchten — „못 마셔요“ (mot masyeoyo, ich vertrage keinen Alkohol) wird akzeptiert —, aber in manchen Runden ist der Druck real.
5. Die Bürokratie läuft auf Papier und in Person, in einem Land, das sonst extrem digital ist. Dieser Widerspruch hört nie auf, seltsam zu sein.
6. Das Tempo. Schnell, und Ungeduld wird offen gezeigt. 빨리빨리 (ppalli ppalli, schnell schnell) gibt es wirklich.
7. Die Mülltrennung. Ehrlich kompliziert, und du wirst es einen Monat lang falsch machen. Essensreste kommen extra, die Müllsäcke sind je nach Stadtbezirk andere, und deine Nachbarn merken es.
Und das, womit niemand rechnet: wie viel Energie der erste Monat kostet. Nicht die Sprache — die ständige kleine Anstrengung, nicht zu wissen, wie irgendetwas funktioniert. Das lässt nach, und um Woche sechs herum merkst du es nicht mehr.· Aus dem Englisch übersetzt
War das hilfreich?Aktualisiert vor 2 Wochen
11 Kommentare
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Auch angemeldet kannst du anonym posten.Anonym-6755 · vor 2 Wochen
das mit der sicherheit verdrahtet dich echt neu. hab meinen laptop 20 minuten auf dem cafétisch liegen lassen, nix passiert, und ich kam mir bescheuert vor, dass ich überrascht war· Aus dem Englisch übersetzt
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Anonym-8808 · vor 2 Wochen
wirst du. und dann kommst du heim und musst es wieder verlernen, das ist schlimmer· Aus dem Englisch übersetzt
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level2_forever2026 🇫🇷 France · vor 2 Wochen
sagen alle und ich glaub's immer noch nicht so ganz· Aus dem Englisch übersetzt
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Emma#2 🇬🇧 UK · vor 2 Wochen
die kommentare übers aussehen. meine lehrerin hat mir vor der ganzen klasse gesagt, ich sehe müde aus und hätte zugenommen, und das ganz lieb gemeint. hat monate gedauert, bis ich das nicht mehr persönlich genommen hab· Aus dem Englisch übersetzt
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Odd-Bagel-9940 🇰🇷 Korea · vor 2 Wochen
koreanerin hier, sorry, das ist wirklich als sorge gemeint. wir sagen das untereinander andauernd. ich versteh aber, warum das schlecht ankommt· Aus dem Englisch übersetzt
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Anonym-3124 · vor 2 Wochen
das ist mit abstand der kulturschock nummer eins für westliche studenten· Aus dem Englisch übersetzt
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Pablo 🇲🇽 Mexico · vor 2 Wochen
die mülltrennung. ich hab's sechs wochen lang falsch gemacht, bis meine vermieterin irgendwann hochkam und es mir gezeigt hat. essensreste kommen in einen extra beutel und die beutel sind je nach bezirk anders· Aus dem Englisch übersetzt
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Loose-Pineapple-2691 🇳🇴 Norway · vor 2 Wochen
das digitalste land der welt und du musst trotzdem für jeden amtlichen kram persönlich mit papierdokumenten irgendwo hin. hab ich nie verstanden· Aus dem Englisch übersetzt
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Anonym-0745 · vor 2 Wochen
und das papierformular ist oft ein PDF, das du selbst ausdrucken musst. wunderbar absurd· Aus dem Englisch übersetzt
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Aisha 🇲🇾 Malaysia · vor 2 Wochen
cafés. vier stunden, ein kaffee, keiner sagt was. die beste lernumgebung, die ich je hatte· Aus dem Englisch übersetzt
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Anonym-9470 · vor 2 Wochen
die erschöpfung im ersten monat kommt nicht von der sprache. sondern davon, dass du nicht weißt, wie irgendwas funktioniert. das hat mich am meisten überrascht· Aus dem Englisch übersetzt
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